Amalgam-Informationen

Schulmedizin und alternative Medizin

Das Geheimnis der Medizin besteht darin, den Patienten abzulenken,
während die Natur sich selber hilft.
Voltaire

Gesundheit lernt man dann zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat.
Volksweisheit

 

Gesundheit ist gemäß der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Zustand vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechlichkeit.

Schulmedizin ist ein Sammelbegriff für "wissenschaftlich" erforschte und erprobte Methoden, an denen sich die staatliche Gesundheitspolitik orientiert, die in der ärztlichen Ausbildung gelehrt und von den Krankenkassen bezahlt werden. Die Schulmedizin bezeichnet sich selbst als die "wissenschaftliche Medizin" und will sich damit gegenüber den alternativ-medizinischen Richtungen abgrenzen.

Ärzte sind nicht nur Geschäftspartner und Dienstleister des Patienten, sondern sie haben sich auch ethischen Grundsätzen verpflichtet. Diese Grundsätze waren früher im Hippokratischen Eid formuliert und wurden abgelöst durch die Genfer Deklaration des Weltärztebundes, zuletzt in der Fassung von 2017.

 

Studien

Der Nachweis der Eignung diagnostischer oder therapeutischer Methoden wird im besten Fall (Goldstandard) durch randomisierte Doppelblindstudien geführt. Maßgebend ist der statistische Zusammenhang bei einer großen Zahl von Fällen. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse (aus Physik, Biologie und Chemie) haben in der Schulmedizin nur geringe Bedeutung und werden bei chronischer Giftbelastung missachtet. Seit den 1990er Jahren wurde ergänzend der Begriff der evidenzbasierten Medizin (englisch "Evidence based Medicine", EbM) entwickelt. Auch hier haben randomisierte, kontrollierte Studien (RCTs) die größte Bedeutung.

Probleme von Statistikstudien, z.B. randomisierten Doppelblindstudien, in der Schulmedizin:

  • Einzelfälle spielen keine Rolle.
    Beispiel: die erfolgreiche Heilung einer zuvor als unheilbar geltenden Krankheit bewirkt nicht, dass man die Hintergründe der Wunderheilung wissenschaftlich untersuchen will, sondern die Heilung wird als "anekdotisch" abgetan.

    Naturwissenschaftler würden die Ursache der Heilung suchen oder die Wunderheilung widerlegen wollen. Schulmediziner denken, dass eine solche Vorgehensweise in der Medizin wegen der Komplexität der Materie völlig unmöglich ist.

  • Statistikstudien sind nicht reproduzierbar.
    Wenn das Ergebnis einer Studie vorliegt, kann ein anderer Forscher nicht in einer 2. Studie, bei Beachtung der in der 1. Studie beschriebenen Rahmenbedingungen, zu exakt demselben Ergebnis wie die 1. Studie kommen, weil die Rahmenbedingungen (u.a. die Versuchspersonen) in der 2. Studie nicht reproduzierbar sind. Deshalb vertraut man Studienergebnissen erst dann, wenn die Mehrheit ähnlicher Studien zum selben Ergebnis kommt - es werden Metastudien erstellt. Auch diese Mehrheitsentscheidung ist natürlich fehlerhaft, wenn in allen Studien - ggf. dieselben - systematischen Fehler gemacht werden.
  • Missachtung wissenschaftlich anerkannter Fakten
    Statistikstudien werden in der Schulmedizin auch dann als wissenschaftlich wertvoll anerkannt, wenn sie grundlegende, wissenschaftlich anerkannte Zusammenhänge missachten und durch ein falsches Studiendesign unsinnige Schlüsse ermöglichen.

    Beispiel: in vielen Amalgam-Studien wird die Toxikologie von Quecksilber missachtet. Aus den quecksilber­belasteten Patientengruppen werden Personen mit Symptomen chronischer Quecksilbervergiftung ausge­schlossen und in die quecksilberfreien Kontrollgruppen werden quecksilberbelastete Patienten aufgenommen. Es wird keine geeignete Methode beschrieben, mit der die Quecksilberbelastung - etwa im Gehirn - gemessen werden könnte. Folglich bestreiten die Amalgam-Befürworter generell eine neurotoxische Wirkung, obwohl diese für Quecksilber gesichert ist.

  • Aus einem statistischen Zusammenhang zwischen 2 Ereignissen kann nicht geschlossen werden, was Ursache und was Wirkung ist. Wenn dann kein kausaler Nachweis erbracht wird und statistische Ergebnisse falsch oder zu weitgehend interpretiert werden, wird die Schulmedizin anfällig für Spekulationen, die fälschlicherweise als wissenschaftlich gesichert gelten. Diese Spekulationen werden von den Medien, von Gesundheitsbehörden und Ärzteverbänden angestellt.

    Beispiele für die spekulative Interpretation statistischer Daten:

    • Bei Männern wurde ein statistischer Zusammenhang zwischen Intelligenz und Spermienqualität festgestellt. Daraufhin wurde spekuliert, das Eine (Spermienqualität) könne vom Anderen (Intelligenz) abhängen. Niemand kam auf die Idee, beides könne eine gemeinsame Ursache (chronische Giftbelastung) haben.
    • Eine Studie des Helmholtz-Zentrums München ergab, dass Kinder, die während ihrer ersten beiden Lebensjahre an einer Neurodermitis litten, im Alter von zehn Jahren häufiger psychische Auffälligkeiten, v.a. emotionale Probleme, zeigen als Gleichaltrige. Zudem sei bekannt, dass Kinder, die unter einer Neurodermitis leiden, eine erhöhte Veranlagung für Heuschnupfen und allergisches Asthma haben. Daraufhin wird als kausaler Zusammenhang vermutet, "dass sich vor allem die Folgebeschwerden [der Neurodermitis] langfristig auf das Gefühlsleben der betroffenen Kinder auswirken". Hätten die Forscher sich etwas mehr mit Umweltgiften beschäftigt, kämen sie schnell auf den Gedanken, dass alle genannten Symptome, auch die psychischen, auf Quecksilber oder andere Umweltgifte zurückgeführt werden können.
  • Allerdings werden keine Doppelblindstudien durchgeführt, um festzustellen, ob geimpfte Personen gesünder sind als Nichtgeimpfte. Dennoch wird behauptet, Impfstoffe seien sicher und wirksam.

    Als Grund der Ablehnung von Doppelblindstudien für Impfstoffe wird gerne genannt, dass es - wegen des völlig eindeutigen Nutzens von Impfungen - unethisch sei, Kindern die Impfungen vorzuenthalten.

Kritik an der "Evidence based Medicine"

 

Einfluss der Pharma-Industrie

Die Pharma-Industrie hat vielfältige Mittel, Einflusswege und Methoden, um die Medizin - Forschung, Lehre, Ärzte, Gesundheitspolitik und Medien - in die gewünschte Richtung zu lenken. Das Ziel ist einleuchtend: die Pharma-Umsätze maximieren, alle geschäftsschädigenden Einflüsse minimieren. Damit kann man nicht früh genug anfangen, z.B. beim Einfluss auf den akademischen Nachwuchs.

 

Wie denken Schulmediziner über Umweltmedizin?

Wenn Schulmediziner sich mit Alternativmedizin auseinandersetzen, äußern sie gerne Skepsis und sähen Zweifel. Das klingt unverdächtig, denn man soll natürlich nicht alles glauben, was einem so erzählt wird. Bei näherem Hinsehen erweist sich diese Skepsis aber lediglich als zweifelhafte Taktik, denn die schulmedizinischen Skeptiker

  • beanspruchen für sich, im Besitz der Wahrheit zu sein, und schmähen ihre Diskussionsgegner, weil sie die schulmedizinischen Dogmen zu chronisch wirksamen Giften und zu Vitalstoffen für wissenschaftlich bewiesen halten;
  • glauben, dass Umweltgifte keinen gesundheitlichen Schaden anrichten, also praktisch ungiftig sind, weil die Expositionsdosis so gering ist;
  • akzeptieren grundsätzlich ‒ ohne jede Skepsis ‒ Amalgamfüllungen, Impfungen, Mammografien und chemische Pharma-Produkte;
  • glauben, dass alle Impfstoffe sicher und wirksam sind, auch die ungetesteten, und glauben deshalb, dass alle Menschen geimpft werden sollten, auch gegen ihren Willen;
  • glauben, dass Menschen aller Altersgruppen chemisch-pharmazeutische Medikamente in beliebiger Menge vertragen, einschließlich Chemotherapeutika, Schmerzmittel, Antidepressiva, Bluthochdruckmittel, Diabetesmittel und Schlafmittel;
  • lehnen Vitalstoffe bzw. Nahrungsergänzungsmittel (Vitamine, Mineralien etc.), speziell zu therapeutischen Zwecken, sowie Kräutermedizin ab.

Die Skeptiker haben im Internet-Lexikon Wikipedia eine starke Position.

Wenn Zulassungsbehörden über die (weitere) Zulassung von Pharmazeutika oder Umweltgiften zu befinden haben, ist Skepsis gegenüber kritischen Studien die entscheidende Taktik der Pharma- und Gift-Hersteller, um eine vorläufige Zulassung zu erreichen oder eine bestehende Zulassung zu verlängern.

Der Anspruch der Schulmedizin, eine naturwissenschaftliche Grundlage zu haben, wird für den hier diskutierten Bereich (Umweltmedizin, chronische Erkrankungen, Schwermetalle) nicht erfüllt, da die fachlichen Aussagen auf Dogmen und Machtpositionen beruhen; naturwissenschaftliche Grundlagen werden ignoriert. Dadurch stösst der schulmedizinisch denkende Arzt bei chronischen Erkrankungen schnell an die Grenze seiner Möglichkeiten. Wie er in dieser Situation mit einem Patienten umgeht, der sich mit dem üblichen Man weiß es nicht nicht zufrieden gibt, wird in der Leitlinie Nicht-spezifische, funktionelle und somatoforme Körperbeschwerden, Umgang mit Patienten bis hin zur Psychiatrisierung erläutert.

Zur Definition, was in der Schulmedizin als wissenschaftlich gilt, tragen leider auch Professoren- bzw. Gutachtermeinungen bei, die von interessierter Seite, vor allem von der pharmazeutischen Industrie und von Amalgamherstellern, finanziert wurden.

 

Wie denken Schulmediziner über Umweltgifte: kein Interesse

In der Schulmedizin wird chronische Vergiftung als mögliche Ursache von chronischen Krankheiten nicht zur Kenntnis genommen. Viele Schulmediziner halten es für Parawissenschaft, wenn Ärzte oder Wissenschaftler sich im Rahmen von Diagnose oder Therapie mit Umweltgiften beschäftigen, stellen das also auf die gleiche Stufe wie die Beschäftigung mit UFOs und kleinen grünen Männchen. Sprechen Laien, z.B. betroffene Patienten, gegenüber einem Schulmediziner konkret über die Gefahr von Umweltgiften für ihre Gesundheit, dann gelten sie als verschrobene und verwirrte Menschen, die nicht in der Lage sind, medizinische Sachverhalte richtig einzuordnen.

In der Schulmedizin gibt es keine Methode, um ein Umweltgift wie Quecksilber als Ursache einer chronischen Erkrankung zu erkennen. Das gilt für die Forschung wie für den behandelnden Arzt. Deshalb kann mit schulmedizinischen Methoden nicht der Nachweis geführt werden, dass der aus Amalgamfüllungen austretende Quecksilberdampf schädlich ist. Es gibt aber auch keinen Nachweis, dass der Quecksilberdampf gesundheitlich unbedenklich ist. Genau das wird aber von Ärzten, Ärzteverbänden, Krankenkassen und Gesundheitspolitik behauptet. In der Alternativmedizin sind zwar seit langem diagnostische Methoden im Einsatz, die den Nachweis einer chronischen Quecksilber­vergiftung im Einzelfall zulassen, aber diese Methoden werden abgelehnt und das diagnostische Ergebnis wird ignoriert. Aus der Schulmedizin sind keine Bestrebungen bekannt, solche diagnostischen Methoden zu entwickeln.

Durch diese Unwissenheit bzw. Ignoranz wird der Schulmediziner aber nicht hilflos, denn eine (sympto­matische) Therapie steht immer zur Verfügung (s. auch hier). Kommt es zum Streit, dann verfügt der Gutachter über Methoden, um den Richter (aber nicht den Geschädigten) zu überzeugen, dass das Gift nicht Ursache der Erkrankung gewesen sei; s. auch Kausalitäts- und Beweisgrundsätze.

Ähnlich sieht es aus, wenn durch eine Impfung ein schwerer Gesundheitsschaden entstanden ist. Ursache sind normalerweise die Adjuvantien und Konservierungsstoffe, z.B. Quecksilber- und Aluminiumverbindungen oder Formaldehyd, die den Impfstoffen zugefügt werden. Sie schädigen insbesondere Nerven- und Immunsystem. Auch hier ist der direkte Nachweis, dass das im Impfstoff enthaltene Gift Ursache der Erkrankung ist, im Rahmen der Schulmedizin nicht möglich. Deshalb wurde von der WHO ein anderes Verfahren festgelegt: kann jede andere theoretisch mögliche Ursache wirklich ausgeschlossen werden? Nur dann ist der Nachweis, dass der Impfstoff die Krankheit verursacht hat, erbracht (Quelle: Hartmann, Impfen, bis der Arzt kommt). Diese (perverse) Denkweise erklärt teilweise die niedrige Zahl anerkannter Impfschadens-Fälle.

Aluminium und das PEI

Ein schönes Beispiel für den Umgang der Schulmedizin mit Giften liefert Bert Ehgartner in seinem Buch Gesund ohne Aluminium (Seite 92). Er berichtet über die Stellungnahme des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) zu einer Studie, in der die Neurotoxizität von Aluminium untersucht wurde. In der Studie wurden 2 Gruppen von Säuglingen verglichen: der einen Gruppe wurde das Gift gegeben, der anderen nicht.

Das PEI erläutert dazu: Die Autoren der Publikation im Bundesgesundheitsblatt bestreiten nicht, dass Aluminium im Blut ab bestimmten Konzentrationen neurotoxisch ist. Dies gehört jedoch zum Lehrbuchwissen, muss also nicht explizit erwähnt werden. In Bezug auf eine mögliche Belastung durch Impfungen war den Autoren jedoch insbesondere der Hinweis aus der Studie wichtig, dass sogar kurzzeitig stark erhöhte Aluminiumblutspiegel in Säuglingen nicht zu drastischen neurologi­schen Störungen führen.

Ehgartners Kommentar: Soweit also die Haltung des Paul-Ehrlich-Instituts. Dass Aluminium toxisch ist, wisse schließlich jeder, also brauche man das nicht eigens anzuführen. Wenn es jedoch den kleinsten Hinweis gibt, dass Aluminium ungefährlich ist, dann gehört das in eine ordentliche Behördenstellungnahme. Auch wenn es sich dabei nur um den ersten Satz der Studienresultate handelt und alle anderen Resultate höchst bedrohlich klingen.

Manchmal kommt es zur Konfrontation zwischen Schul- und Alternativ-Medizin, vor allem dann, wenn ein Alternativ-Mediziner mit wissenschaftlichen Erkenntnissen argumentiert, wo doch die Schulmedizin sich als die wissenschaftliche Medizin versteht.

Beispiel:
Auf einem Diskussionsportal für Ärzte startet ein Umweltmediziner (Arzt1) eine Diskussion über einen Beitrag in der Apotheken-Umschau. Darin wird die im Mai 2017 veröffentlichte EU-Regulierung zu Quecksilber diskutiert, kritisiert und es wird der Münchner Toxikologe Prof. Dr. Dr. Franz-Xaver Reichl zitiert: Kein einziger Amalgamträger wurde je durch seine Zahnfüllungen vergiftet:

Link zur Ärzte-Diskussion.

 

Ganzheitliche, naturheilkundliche und Umwelt-Medizin

werden überwiegend im Rahmen der alternativen Medizin bzw. komplementären Medizin praktiziert. Ärzte nehmen nur sehr vorsichtig Eingriffe in den Körper vor, da ihnen bewußt ist, daß jeder Eingriff an anderer Stelle Folgewirkungen haben kann, auch wenn sie zunächst nicht bemerkt werden. Manchmal werden Methoden angewendet und Medikamente verordnet, für die bisher kein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis erbracht wurde. Es kann aber auch sein, dass eine positive Wirkung offensichtlich eintritt, dieses aber noch nicht wissenschaftlich dokumentiert wurde. Das könnte auch an gezielter Behinderung naturheilkundlicher Produkte liegen:

  • Die notwendige Forschung wird materiell zu wenig gefördert.
  • Die Forschung wird gezielt behindert wird. Mögliche Gründe:
    • Die Pharma-Industrie sieht in naturheilkundlichen Präparaten nur geringe Gewinnchancen, etwa wegen geringerem Patentschutz,
    • Würde die Pharma-Industrie ein neues Produkt auf der Basis natürlicher Wirkstoffe entwickeln, dann würde der preiswerte Wirkstoff den Verkauf der teuren, patentgeschützten Pharma-Produkte erschweren und damit das Geschäftsmodell der Pharma-Industrie behindern.

Naturheilkundliche Präparate bedrohen das Geschäftsmodell der Pharma-Industrie. Völlig anders sieht es aus, wenn der natürliche Wirkstoff patentierbar ist. Dann besteht ein großes Interesse der Pharma-Industrie an der Entwicklung neuer Produkte.

Gesundheitsbehörden und Pharma-Industrie pflegen bei der Abwehr naturheilkundlicher Produkte eine enge Zusammenarbeit.

 

Pro und Kontra Amalgam

Obwohl die wichtigsten Fakten über Amalgam längst erforscht sind und die häufig behaupteten Unklarheiten kaum noch existieren, sind die Menschen gespalten in Befürworter und Gegner:

  • Pro Amalgam:
    Schulmedizin, viele Zahnärzte und fast alle Neurologen und deren Verbände, die kassenzahnärzt­lichen Vereinigungen und Zahnärztekammern, die "Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde" (DGZMK), die Krankenkassen und das Bundesgesund­heitsministerium (Berlin) mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Bonn;
  • Kontra Amalgam:
    Teile der medizinischen Forschung, ganzheitliche bzw. Naturheil-Medizin, Selbsthilfegruppen, umweltmedizinisch geprägte Ärzte und Zahnärzte und deren Verbände.

Die schulmedizinischen Befürworter, z.B. das BfArM, sind einseitig voreingenommen: unter dem Vorwand der Risikoabwägung werden hohe Anforderungen einerseits an den Nachweis, dass Amalgam gefährlich ist, andererseits an die Ungefährlichkeit von Alternativmaterialien gestellt. Wer seine Gesundheit schützen will, denkt anders: es genügen begründete Warnungen vor einer Gesundheits­gefahr auch ohne vollständigen Nachweis. Der wissenschaftliche Nachweis der Unbedenklichkeit muss vor dem massenhaften Einsatz einer Chemikalie oder einer Technologie erbracht werden (Vorsorge­prinzip). Für Amalgam steht dieser Nachweis aus. S. dazu Diskussion auf Wikipedia.

Risikobewertung und Grenzwerte von giftigen Chemikalien orientieren sich auf EU-Ebene nicht an dem besten verfügbaren Wissen über die gesundheitlichen Auswirkungen der Chemikalien, sondern werden zwischen (intelli­genten) Industrie-Lobbyisten und (weniger intelligenten) EU-Beamten ausge­handelt. Auch Korruption spielt immer wieder eine Rolle. Umweltschutz-Organisationen dürfen ihre Meinung dazu abgeben. Ziel der Lobbyisten ist regelmäßig eine Zeitverzögerung, bevor strengere Regeln in Kraft treten. Mittel der Wahl, um eine Verzögerung zu erreichen, ist häufig das Säen von (angeblich wissenschaftlichen) Zweifeln und die Beauftragung neuer (Statistik-)Studien.


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